Schulsozialarbeit an den Grundschulen in der Gemeinde Sylt Übersicht

Ansprechpartnerinnen: Rebecca Gysbers und Iris Thomsen

Anschrift Grundschule St. Nicolai mit Förderzentrum und Standort Am Nordkamp:

Gemein. Verein für Jugenderholung e.V.
Schulsozialarbeit
St.-Nicolai-Straße 6
25980 Sylt / OT Westerland


Anschrift Boy-Lornsen-Grundschule:

Gemein. Verein für Jugenderholung e.V.
Schulsozialarbeit
Boy-Peter-Eben-Weg 2
25980 Sylt / OT Tinnum



Tel. 01577 - 890 15 98
Gysbers@GVfJ.de




Tel. 0159 - 060 428 49
Thomsen@GVfJ.de

An den Grundschulen St.-Nicolai mit Förderzentrum und Standort AM NORDKAMP sowie der Boy-Lornsen-Schule Grundschule Tinnum bietet der Gemeinnützige Verein für Jugenderholung seit August 2012 eine Unterstützung durch Schulsozialarbeit an.

1.0 Anmerkung:
Die Schulsozialarbeit unterstützt und begleitet Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte im schulischen Alltag. Sie ermöglicht eine Verbesserung des sozialen Klimas, unterstützt und fördert die individuelle und soziale Entwicklung der Schülerinnen und Schüler Die sozialpädagogischen Fachkräfte sind Ansprechpartner für die Belange der Schülerinnen und Schüler und gleichzeitig Vermittler zwischen Schule, Eltern und außerschulischen, pädagogischen Hilfen. Keinesfalls soll ein JSA Lehrkräfte und deren Unterrichtsverpflichtung ersetzen.

1.1. Pädagogische Arbeit an Schülerinnen und Schüler

a) Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung des Kindes

b) Prävention und Abbau von Konflikten

c) Schulischen Alltag unterstützen

Im Schulalltag fällt häufig auf, dass Schülerinnen und Schüler Schwierigkeiten haben, ihren Alltag zu strukturieren. Das macht sich besonders bemerkbar, wenn sie keine oder kaum vollständige Unterrichtsmaterialien haben, zu spät zum Unterricht erscheinen, durch mangelnde Hygiene auffallen etc. Der Schulsozialarbeiter führt in Absprache mit Lehrkräften Gespräche mit den Kindern und den Eltern und gibt ihnen praktische Hilfen, um dann einen sicher strukturierten Schulalltag ermöglichen zu können. Er begleitet im Bedarfsfall Schüler beim Lernen am anderen Ort, z. B. bei Ausflügen und Unterrichtsgängen. Er bietet Hilfe bei Integrationsschwierigkeiten bei Migranten oder Kindern mit besonderen Schwierigkeiten und verhindert damit Ausgrenzung.

d) Häuslicher Bereich

Viele Kinder haben Konflikte im Elternhaus. Der JSA vermittelt zwischen dem Elternhaus und dem Kind, er bietet dem Kind eine Anlaufstelle, um sich Hilfen und Unterstützung holen zu können, z. B. bei Scheidung der Eltern.

e) Ansprechpartner

Schülerinnen und Schüler benötigen oftmals im schulischen Alltag einen Ansprechpartner, der unabhängig vom Elternhaus und den Lehrern ist, ihnen zuhört, sie stärkt und stabilisiert. Der Schulsozialarbeiter gibt ihnen die Möglichkeit, die Aufmerksamkeit, Anerkennung und Zuwendung zu bekommen, die sie dringend benötigen. Dies wird im Elternhaus immer weniger vermittelt. Dadurch kommt es zu erheblichen Defiziten in der sozialen Entwicklung der Schülerinnen und Schüler.

1.2 Elternarbeit

Den Schulsozialarbeiter können Eltern mit schulischen und häuslichen Problemen ansprechen. Einige Eltern sind mit den Schwierigkeiten, die ihre Kinder haben, Überfordert und benötigen Hilfen im Alltag. Der Schulsozialarbeiter berät und vermittelt zwischen Eltern und Schülerinnen und Schülern. Er gibt ihnen neue Impulse, schafft Strukturen und stellt Ansprechpartner (soziale Einrichtung, Familienhilfe etc.) in schwierigen Situationen. Außerdem klärt der Schulsozialarbeiter Eltern auf, indem er ihnen aus pädagogischer Sicht Erziehungsmodelle vorstellt, die ihnen den Alltag vereinfachen sollen. Des Weiteren bietet der Schulsozialarbeiter Eltern die Möglichkeit an, sie zu begleiten (z. B. Arztbesuche, Jugendamt etc.).

Die Unterstützung der Familien hört nicht nach Schulschluss auf. Sie reicht bis in den Nachmittag oder Abend hinein. Im Bedarfsfall können auch Hausbesuche durchgeführt werden.

1.3 Kooperation mit den Lehrkräften

Lehrerinnen und Lehrer können mit dem Schulsozialarbeiter gemeinsam an Lösungen arbeiten, die den Schülerinnen und Schülern helfen, sich in den Schulalltag einzufinden und dem Unterricht zu folgen. Bei Konflikten zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und Eltern vermittelt der Schulsozialarbeiter, um ein positives Lernklima zu erreichen. Durch gezielte Beobachtung der Verhaltensweisen einzelner Schülerinnen und Schülern und gruppendynamischer Prozesse im Unterricht kann der Schulsozialarbeiter die Lehrkraft kollegial beraten oder im Bedarfsfall ein entsprechendes Sozialtraining initiieren. Ein intensiver Austausch zwischen Lehrkräften und Schulsozialarbeiter ist unerlässlich, um gemeinsam an der Förderung, Verbesserung, Stabilisierung und Entwicklung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Schwierigkeiten arbeiten zu können. Eine regelmäßige Teilnahme des Schulsozialarbeiter an den Konferenzen und Elternabenden ist vorgesehen.

1.4 Soziales Netzwerk

Die soziale Vernetzung ist für die Grundschule von großer Bedeutung. Hier nimmt die pädagogische Arbeit immer mehr Zeit in Anspruch und durch die Vernetzung können zunehmend Verhaltensauffälligkeiten frühzeitig erkannt und bearbeitet werden. Der Schulsozialarbeiter bringt sich in vorhandene soziale Netzwerke mit Fachdienst für Jugend und Familie, Familie im Mittelpunkt (FiM), BBZ, Hort bzw. OGS, Förderzentrum und eventuell KiTa, ein.

2.0 Evaluation

Dokumentationsformen der Durchführung und Zielerreichung:

3.0 Institutioneller Rahmen

Der Schulträger Gemeinde Sylt hat mit dem Gemeinnützigen Verein für Jugenderholung e. V. (GVfJ), als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, eine Kooperationsvereinbarung zum Projekt Schulsozialarbeit an den Grundschulen der Gemeinde Sylt abgeschlossen. Der GVfJ stellt das zur Durchführung des Projektes notwendige Personal. Vorgesehen ist eine Vollzeitstelle mit der Qualifikation Sozialarbeiterin/Sozialarbeiter.